Geschichte





 

Kwan UmDie Besiedlung Koreas begann schätzungsweise vor etwa fünfhunderttausend Jahren. Das erste Königreich, Gojoseon (Alt-Joseon), wurde 2333 v. Chr. gegründet. Im ersten vorchristlich Jahrhundert entstanden drei Reiche: Goguryeo, Baekje und Silla. Diese Reiche breiteten sich über die gesamte Halbinsel und einen großen Teil der Manschurei aus und gaben der Zeit der Drei Königreiche (57 v. Chr. – 668 n. Chr.) ihren Namen.

Schließlich besiegte Silla zwischen 660 und 668 seine beiden Rivalen und vereinte die Halbinsel im Jahr 676. In der Vereinten Silla-Zeit (676 – 935) erlebte die Halbinsel eine kulturelle Blüte, insbesondere im Bereich der buddhistischen Kunst. Während der folgenden Goryeo-Dynastie (918 – 1392) bildete sich in Korea eine aristokratische Regierungsform heraus. Der Buddhismus war Staatreligion und übte einen starken Einfluss auf Politik und Verwaltung aus. Interessant ist noch zu erwähnen, dass sich der Name “Korea” von “Goryeo” ableitet.

Die Joseon-Dynastie (1392 – 1910), Koreas letzte, übernahm den Konfuzianismus als Staatsideologie und führte politische und wirtschaftliche Reformen durch. Zu den wichtigsten kulturellen Leistungen gehörte ein Aufblühen literarischer Aktivitäten, u.a. die Entwicklung des koreanischen Alphabets Hangeul im Jahr 1443. Hanyang, das heutige Seoul, wurde 1394 zur Hauptstadt des Joseon-Reiches bestimmt und noch heute finden sich hier Paläste und Stadttore aus dieser Zeit.

Die Annexion des Königreiches Joseon durch die Japaner im Jahre 1910 beendete die Joseon-Dynastie. In den darauf folgenden 35 Jahren stand Korea unter japanischer Kolonialherrschaft. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Kapitulation Japans am 15. August 1945 zogen die Japaner von der koreansichen Halbinsel ab, die anschlißend in zwei Teile geteilt wurde: in das zur demokratisch-freiheitlichen Welt gehörende Südkorea und in Nordkorea, das unter dem Einfluss des kommunistischen Blocks stand. Drei Jahre später wurde im Süden die Republik Korea gegründet.

Am 25. Juni 1950 brach mit der Invasion durch Nordkorea der Koreakrieg aus, der drei Jahre lang, bis zum Waffenstillstandsabkommen von 1953, dauerte. Nach dem Krieg unternahm Korea unermüdliche Anstrengungen zum Wiederaufbau des Landes in Wohlstand und Stabilität und erreichte ein bemerkenswertes Wirtschaftswachtum.

1988 war die südkoreansiche Hauptstadt Seoul Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Im September 1991 wurde Südkorea und Nordkorea gleichzeitig in die Vereinten Nationen  aufgenommen. Schließlich fand im Juni 2000 in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang das historische innerkoreanische Gipfeltreffen statt. Die 17. FIFA Fußballweltmeisterschaft wurde 2002 gemeinsam von Südkorea und Japan ausgetragen. Die südkoreanische Nationalmannschaft erreichte als erste asiatische Mannschaft in der Geschichte des Fußball-Weltpokals das Halbfinale.

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